Unser Glaube

 

Das ICZ Hannover - Evangelische Freikirche -  ist eine christliche, evangelikal ausgerichtete, freikirchliche Gemeinde. Die Gemeinde ist Teil der über 1,4 Millionen Glieder zählenden evangelikalen Gemeinden in Deutschland, -weltweit ca. 460 Millionen Glieder-, und weiß sich verbunden mit Christen aus allen Konfessionen. Freikirchen sind seit der Reformation als organisatorische Alternative zu den Staats- und Landeskirchen entstanden.

Das ICZ Hannover stellt keinen Absolutheits- und Ausschließlichkeitsanspruch und verkündigt keine Sonderlehren. Es ist eine absolute Freiwilligkeitskirche. Dahinter steht der Grundgedanke, dass sich der christliche Glaube an Gott nicht mit religiösem Zwang verbinden lässt.

 

Glaubens- und Lebensgrundlage sind die Bibel und das evangelische Glaubensbekenntnis.

Die Grundlagen der Reformation:

Allein Jesus Christus, allein der Glaube, allein die Schrift, allein die Gnade, sind Glaubensfundamente des Gemeindelebens.

 

Die Gemeindegremien werden regelmäßig in demokratischen Wahlen gewählt. Die Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Gemeinde erfolgt ehrenamtlich und freiwillig. Als Freikirche treten wir für eine Vielfalt kirchlicher Organisationsformen ein und wissen darum, dass Christen in allen Kirchen, Freikirchen und christlichen Gemeinschaften zu finden sind. Mit ihnen sind wir nicht nur im gemeinsamen Glaubensbekenntnis verbunden, sondern auch in vielfältiger praktischer Weise.

Deshalb arbeiten wir im diakonischen Bereich, bei sozialen Projekten und bei der Weitergabe des Evangeliums auf breiter Basis zusammen.

 

Freikirchliches Verständnis des ICZ Hannover – Evangelische Freikirche

Mitglieder des ICZ Hannover  sind frei in ihrer Entscheidung für ein bewusstes Leben mit Jesus Christus und der Bibel. Damit gehören sie freiwillig zu einer christlichen Gemeinde, deren Mitte Jesus Christus ist.

Die Gemeinde ist frei in der Finanzierung ihrer Gemeindearbeit – also unabhängig vom Staat, ohne Kirchensteuern.

Sie ist eine „evangelische“ Gemeinde. Denn „evangelisch“ bedeutet nichts anderes, als dass ein Mensch an das glaubt, was im Neuen Testament steht. Er nimmt den Gott der Bibel ernst und erfährt, dass Jesus Christus dem eigenen Leben neue Inhalte gibt.

Mitglieder des ICZ Hannover möchten eine „Gemeinde“ bilden und zwar so, wie sie das Neue Testament beschreibt. Zum einen ist Gemeinde eine Gemeinschaft von Menschen, die aus Gottes großer Gnade und Liebe, Gottes großem „Ja“, zum lebendigen Glauben fanden und die ihr kleines“Ja“ zu einem Leben mit Jesus Christus gegeben haben. Zum anderen leben diese Menschen in einer Gemeinschaft, in der einer für den anderen da sein möchte und alle gemeinsam zum segensreichen Dienst für den Mitmenschen leben möchten.

Wenn ein Mensch anfängt, ernsthaft an Gott und Jesus Christus zu glauben, dann verändert sich sein Leben. Es bekommt eine neue Richtung mit neuen Inhalten. Dieser Glaube, durch den der einzelne ein bewusster Christ wird, führt ihn mit anderen Menschen zusammen, die diese Überzeugung teilen. Auch sie bekennen sich zu ihrem Glauben an Jesus Christus und bilden so eine Gemeinschaft, eine Gemeinde. Auch die Gemeinde ICZ Hannover entstand so.

Mitglied des ICZ Hannover kann deshalb nur der werden, der glaubt und bekennt, dass Jesus Christus sein Herr ist und dessen Leben mit diesem Bekenntnis übereinstimmt. In der Regel wird diese persönliche Beziehung in einer bewussten Taufe vor Gott festgemacht und vor Menschen bezeugt. Am Abendmahl können alle teilnehmen, die aus diesem Glauben leben. Im Abendmahl feiern wir den Tod Jesu Christi am Kreuz als einzige bleibende Grundlage unseres Glaubens.

Da Gott die Menschen, die an ihn glauben, mit unterschiedlichen Gaben beschenkt hat, sollten sie auch im Gemeindeleben zur Entfaltung kommen. Daher setzen sich viele in der Gemeindearbeit und in der Gottesdienstgestaltung ein. Der Apostel Paulus vergleicht die Gemeinde mit einem Körper, der viele Körperteile hat. Jeder Körperteil hat eine Funktion. Er kann nicht ohne den anderen auskommen. Gemeinde ist Gemeinschaft miteinander und Gemeinschaft mit Jesus Christus.

 

Wie finanzieren wir uns? Alle Arbeitsbereiche werden durch freiwillige Spenden der Mitglieder finanziert. Es wird keine Kirchensteuer erhoben.

 

Unser Selbstverständnis als Freikirche

Konfessionen, Kirchen und Gemeinden

Es besteht vielerorts eine Verunsicherung über die Vielzahl unterschiedlicher Konfessionen und Kirchen. Man kennt sich nicht aus, wird in seinem Glauben und seiner Frömmigkeit hinterfragt und greift dann schnell als Abwehrreaktion zum Kampfwort “Sekte”.

Christliche Gemeinden sind seit dem ersten Pfingstfest in Jerusalem durch Evangelisation und Mission entstanden. In den unterschiedlichsten Situationen und Kulturen wurden ihnen die verschiedenen Namen gegeben.

Diese Entwicklung setzt sich bis in unsere Tage fort als Erfüllung des Missionsauftrags Jesu (Matthäus 28, 19 – 20). Während in den ersten 1500 Jahren die Entwicklung der Kirchen in Europa stark unter dem Einfluss der staatlichen Autorität stand, sind besonders seit der Reformation (A.D. 1517) neben den Gemeinden der alten Kirchen auch viele neue Gemeinden entstanden.

Durch Erweckungen und Erneuerungsbewegungen hat Gott unter den Menschen gewirkt. Die bestehenden Gemeinden der alten Kirchen waren oft nicht bereit, dieses Wirken Gottes anzunehmen und umzusetzen, und so entstanden neue Gemeinden. Sie bestehen als Gemeinschaften neben den Kirchen oder als Freikirchen im Unterschied zu Staats- und Landeskirchen. Diese Gemeinden wehrten sich allgemein gegen jeden Einfluss des Staates und mussten deswegen oft durch den Staat und die Staatskirchen Verfolgung, Diskriminierung und Vertreibung erleiden. Oft sind diese Gemeinden/Kirchen auch als Sekten bezeichnet worden, um sie zu diskriminieren.

Sekten

Eine allgemein anerkannte Definition für eine Sekte gibt es nicht. Der Begriff kann “Abspaltung” heißen, er kann “nachfolgen”, “anhangen” bedeuten oder “Richtung”, “Partei”. Die jüdischen Religionsparteien der Sadduzäer (Apostelgeschichte 5, 17) und der Pharisäer (Apostelgeschichte 15, 5 + 26, 5) werden so bezeichnet. Schon bald nimmt der Begriff Sekte eine negative Färbung an, und wird mit Parteiungen, Häresie (Irrlehre) in Verbindung gesetzt (1. Korinther 11, 19).

Die unkritische, pauschale Benutzung dieses Begriffes führt in unserer Gesellschaft immer wieder zur Stigmatisierung und Ausgrenzung von Gruppen und Gemeinden, die christliche Werte und Lebensformen leben und in die Gesellschaft einbringen.

Es gibt im Rahmen der kirchlichen Vielfalt Unterschiede, mit denen man miteinander leben kann und muss. Ein Verlassen der grundsätzlichen christlichen Glaubensinhalte über Gott, das Heil, die christliche Gemeinde und die Zukunft, wie es im apostolischen Glaubensbekenntnis formuliert ist, bezeichnet Merkmale einer Sekte. (2. Johannes 7 – 9, Judas 4 + 10 – 19).

Hinzu kommt die Art des Umgangs miteinander in der Gemeinde. Die Würde des Menschen als Gottes Geschöpf und Abbild gilt dabei als Leitlinie. Unfreiheit und Zwang oder Unterwerfung unter Leitfiguren und Isolierung sind Merkmale einer Sekte. So etwas steht im Gegensatz zur Erlösung Jesu Christi (Galater 5, 13). Menschliche Herrschaft im religiösen Gewand mit Sonderlehren und Abhängigkeitsstrukturen sind typisch für Sekten.

Der Sektenbegriff ist im Verständnis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland anzuwenden, wenn sie:

… die Heilige Schrift des Alten und des Neuen Testaments als wesentlich ergänzungsbedürftig ansehen und deshalb den biblischen Büchern weitere gleichwertige Offenbarungsquellen und daraus sich ergebende Sonderlehren an die Seite stellen, oder aber Teile der Bibel dadurch in den Hintergrund treten lassen, dass ganz bestimmte (Rand-) Aussagen der Hl. Schrift zum Schlüssel des Verständnisses der gesamten Bibel erklärt werden,

… verkünden, das ewige Heil werde nicht allein im Glauben an Jesus Christus empfangen, und darum anderen Heilswegen oder Heilsvermittlern anstelle oder neben Jesus Christus das Wort reden;

… das Heil ausschließlich von der Mitgliedschaft in der eigenen Gemeinschaft abhängig machen und deshalb um Übertritt werben und eine Gemeinschaft der Kirchen darum ablehnen, weil sie auf einer strikten Trennung von anderen christlichen Gemeinschaften bestehen.

 

 

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